Ab dem 20. Mai gelten neue Regeln bei der TÜV-Hauptuntersuchung.
Das musst du als Autofahrer jetzt wissen.


Berlin. Ab dem 20. Mai gelten neue Regeln, wenn du dein Auto zu der Hauptuntersuchung des TÜVs schicken möchtest.
Hintergrund ist die deutschlandweite Umsetzung einer EU-Richtlinie, die die Untersuchung von Fahrzeugen in den Mitgliedsstaaten vereinheitlichen soll, um größere Sicherheit zu garantieren.

TÜV-Regeln haben folgende Änderungen
Der zeitliche Aufwand für Autofahrer an den Prüfstellen soll sich dadurch aber nicht ändern, erklärte Richard Goebelt, Leiter des Bereichs Fahrzeug und Mobilität, laut einer Pressemitteilung des TÜVs.

• Neue Mangeleinstufung
Es soll nun bei Mängelbeschreibungen eine Zwischenstufe unter der Kategorie „Verkehrsunsicher“ geben: „Gefährliche Mängel“.
Diese bescheinigt wie die Kategorie „Erhebliche Mängel“, dass dein Fahrzeug entweder eine unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder den Umweltschutz erheblich beeinträchtigt.

Nach der Prüfung darfst du jedoch innerhalb eines Monats mit deinem Auto noch direkt nach Hause, zur Reparatur in eine Werkstatt oder zur HU-Nachprüfung fahren.

• Prüfung von Daten-Komponenten
Zudem sollen nun auch Geräte für Datenkommunikation und Datenspeicherung in deinem Auto kontrolliert werden.
Das bedeutet, dass beispielsweise die Notruffunktion eCall, die seit April 2008 in allen Neufahrzeugen eingebaut werden muss, untersucht wird.

Zurzeit werden auch Prüfungsverfahren für Systeme des automatisierten Fahrens entwickelt.

• Neue Einstufungen der Reifendruck-Kontrollsysteme
Falls die Reifendruck-Kontrollsysteme deines Autos nicht mehr funktionieren, bekommst ab jetzt bei der TÜV-Hauptuntersuchung keine Plakette mehr.
Denn diese Systeme sind wichtig für Verkehrssicherheit und Umwelt.